Titelgrafik - Aktuell

Nicht nachlassen!

06.02.2009 - - zurück

Nicht nachlassen!

SPD-Landtagsabgeordnete Regina Poersch aus Eutin zu den aktuellen Tourismusprognosen in schwierigen Zeiten:

Mit der Neuausrichtung der landesweiten Tourismusstrategie hat der Tourismus in Schleswig-Holstein Fahrt aufgenommen.

Angesichts der Förderzahlen für Schleswig-Holstein im Vergleich zum Beispiel zu Mecklenburg-Vorpommern, über die sich auf meine Anregung hin der Landtag informieren ließ, komme ich zu dem Schluss: Wer wenig Geld hat, muss besonders pfiffig sein. Das Engagement in Tourismusförderung lohnt sich, wie die Zahlen beweisen, die Förderpolitik – ausgerichtet auf drei Zielgruppen – zeigt Wirkung. Im diesem Jahr greifen erstmals alle drei Zielgruppen-Konzepte. Vor Ort wird nur das gefördert, was sich unter das landespolitische Dach einfügt. Ich spreche bewusst von einem Dach, denn unsere Ostsee wie auch die Nordsee sind tragende Säulen dieses „Hauses“. Tourismus ist da, wo Gäste sind, deshalb gibt es auch im Binnenland Schwerpunkträume für Tourismus. Jeder einzelne Ort kann viel tun, und im landesweiten Konzept ist genügend Platz für regionale Schwerpunkte und örtliche Besonderheiten.

Ob Erholungsurlaub oder Tagesausflug: Neben den neu definierten Zielgruppen sollen auch Jugend und Natur, Gesundheits- und Kulturtourismus sowie der ländliche Raum nach wie vor ihren Platz im Schleswig-Holstein-Tourismus haben.

Nach Gesprächen mit dem TASH-Geschäftsführer Armin Dellnitz im Wirtschaftausschuss des Landtages in dieser Woche, mit der Ostsee-Holstein-Tourismus-Chefin Katja Lauritzen sowie Vertretern ostholsteinischer und lauenburgischer Tourismusziele auf der „Reisen Hamburg“-Messe stelle ich fest: Die Prognosen für dieses Tourismusjahr sind vorsichtig optimistisch, dass die Reiselust der Deutschen trotz Finanzmarktkrise ungebrochen ist. Und von diesem Trend will und soll Schleswig-Holstein profitieren. Mit der jetzt im dritten Jahr laufenden Neuausrichtung ist Schleswig-Holstein gut aufgestellt.

Das Wichtigste bleibt jedoch: Die Angebote müssen stimmen. Die Qualität muss stimmen. Das gilt für alle Bereiche, von der Familienpension bis zum Fünfsternehotel. Dabei müssen wir die Anbieter erreichen und ihnen mehr Service und Beratung anbieten.

Wir sollten den Weg der Neuausrichtung gemeinsam und konsequent weitergehen und auch die Zeit danach, nämlich nach 2009, im Blick haben. Der frische Wind, den wir durch die neue Tourismuskonzeption in Schleswig-Holstein ins Land wehen lassen, darf nicht abflauen und dazu führen, dass die Tourismusakteure wieder ohne Ziel und unabgestimmt nebeneinander ihre Arbeit machen. Sonst haben wir uns vergeblich bemüht!

© pet2005 | Letzte Änderung: