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09.02.2006 - Pressemitteilung zurück

Gut besuchte Ortsvereinskonferenz der SPD Ostholstein zur geplanten 110-kV-Leitung Göhl-Lübeck

Kurt Püstow, Leiter der Landesplanungsbehörde im Innenministerium, informierte in der vergangenen Woche gut 30 Vertreterinnen und Vertreter der ostholsteinischen SPD-Ortsvereine über den Ablauf der beiden Planungsinstrumente Raumordnungsverfahren und Planfeststellungsverfahren zum Bau der 110-kV-Leitung von Göhl nach Lübeck. An der Ortsvereinskonferenz nahm auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn teil.

SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Regina Poersch zieht nach der Veranstaltung folgendes Fazit:

Die SPD Ostholstein fordert nach wie vor, die Stromleitung als Erdkabel zu verlegen. Ein Erdkabel schont Menschen, Tiere, Landschaft und mit ihr auch unsere Tourismuswirtschaft. Es stößt auf weniger Widerstand während der Planung und lässt sich damit schneller umsetzen. Nicht zuletzt haben das Schneechaos und der daraus folgende Zusammenbruch des Stromnetzes im Münsterland Ende November 2005 deutliche Argumente für eine Erdverkabelung geliefert.

Zu einem Raumordnungsverfahren gehört auch die Beteiligung der betroffenen Kommunen. Die SPD Ostholstein ruft deshalb alle Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker dazu auf, diese Pläne genau zu studieren und die Belange ihrer Kommune in das Verfahren einzubringen. Ein Belang könnten zum Beispiel Einschränkungen in der weiteren Wohnbaulandentwicklung sein, der eine Freileitung durch einzuhaltende Abstände Grenzen setzen könnte.

Die SPD Ostholstein regt an, die Bürgerinnen und Bürger in Informationsveranstaltungen einzubeziehen. Es darf keinesfalls der Eindruck entstehen, die von E.ON geplante Freileitung stoße in der Bevölkerung auf Gleichgültigkeit. Wir haben keine Zweifel, dass es gelingen kann, den Protest gegen eine Freileitung zu organisieren, wird doch parteiübergreifend eine Erdverkabelung gefordert.

Kritisch hinterfragt werden sollte auf jeden Fall die „Wirtschaftlichkeit“ einer Freileitung: Was ist wirtschaftlich an einer durch Strommasten und Freileitungen verschandelten Landschaft, wenn unsere Tourismuswirtschaft Einbußen erleidet? Aktuell hat sich auch der Tourismusverband Schleswig-Holstein vor diesem Hintergrund gegen eine Freileitung ausgesprochen, die das Landschaftsbild stört und sich negativ auf die touristische Entwicklung in Ostholstein auswirkt. Aus Sicht der SPD Ostholstein müssen die Belange des Tourismuskreises Ostholstein im Raumordnungsverfahren ein deutliches Gewicht bekommen.

 

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OV-Konferenz 09.02.06 mit Kurt Püstow
Kurt Püstow, Innenministerium S-H

MdB Bettina Hagedorn, OV-Vorsitzender , Kurt Püstow vom Innenministerium und MdL und SPD-Kreisvorsitzende Regina Poersch saßen auf dem Podium und stellten sich den Fragen der Gäste.