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16.08.2006 - Pressemitteilung                         zurück

Um den Tourismus vor Ort voranzubringen, müssen alle Kräfte gebündelt werden.

Das ist das einhellige Fazit der Gesprächsrunde, zu der Lothar Hay, der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, nach Gundelsby im Amt Gelting eingeladen hatte. Begleitet wurde Lothar Hay von seinen Kolleginnen Regina Poersch aus Ostholstein (tourismuspolitische Sprecherin der Fraktion) und der örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Anna Schlosser-Keichel.

Unter der Leitung des Geltinger Tourismusausschussvorsitzenden Gerd-Ludwig Kraack diskutierte die Runde das aktuelle Roland-Berger-Gutachten zur Neuausrichtung des Tourismus in Schleswig-Holstein.

Die Zielgruppe "Familien mit kleinen Kindern" wird bereits umworben und stellt eine wesentliche Gästeschicht in der Geltinger Bucht dar. Darin waren sich die anwesenden Bürgermeister Kay-Uwe Andresen (Maasholm), Hans-H. Franke (Hasselberg), Uwe Linde (Gelting) sowie Bürgermeisterin Renate Mielenz (Nieby) und Amtsvorsteher Hans-Walter Jens (Krosgaard) mit dem Leitenden Verwaltungsbeamten Gerd Aloe einig. Dazu riet der Vorsitzende des Touristikvereins Steinbergkirche, Jörg Lempelius, Ferienhäuser und -wohnungen stärker in den Fokus zu nehmen und auch in die Richtlinie für die Förderung von Modernisierungsvorhaben gewerblicher touristischer Unternehmen aus Mitteln des "Schleswig-Holstein-Fonds" aufzunehmen. Darin sind Ferienwohnungen bislang von der Förderung ausgeschlossen.

Die Landespolitiker sagten ihre Unterstützung sowohl bei der Ausrichtung der Förderung als auch bei den landesplanerischen Vorgaben zur Größe von Ferienhäusern zu.

Die Qualität der Unterkünfte spielt nicht bei den Ferienwohnungen, sondern insgesamt eine Rolle. Das Land reagiert darauf, indem bereits heute Beherbergungsbetriebe, die in den Genuss der Förderung kommen wollen, eine Klassifizierung des Hotel- und Gaststättenverbandes nachweisen oder nachweislich anstreben müssen.

Breiten Raum nahm außerdem die Erhebung der Fremdenverkehrsabgabe ein.

Wunsch der örtlichen Akteure ist es, die Fremdenverkehrsabgabe auf der Amtsebene einheitlich erheben zu dürfen. Man müsse diejenigen zur Kasse bitte, die vom Tourismus profitieren.

Lothar Hay und seine Fraktionskolleginnen sagten zu, die Voraussetzungen für den Erlass von Fremdenverkehrssatzungen zu überdenken und gegebenenfalls eine Neuregelung auf den Weg zu bringen. Es könnte beispielsweise die jeweilige Übernachtungszahl als Maßstab zugrunde gelegt werden. Dort wo Gäste und Touristen übernachten, findet Tourismus statt!

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