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27.04.2007 - Pressemitteilung - zurück

Gemeinschaftsschule und Regionalschule sind gleichwertig, es gibt keine „Angebotsschule“

Die im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Lensahn („Schul-Zukunft Thema einer Podiumsdiskussion“, LN vom 21.04.2007) von der CDU-Landtagsabgeordneten und Bildungsausschussvorsitzenden Sylvia Eisenberg gemachten Äußerungen zur Gemeinschaftsschule bedürfen der Richtigstellung in einem wichtigen Punkt.

Sylvia Eisenberg wird in den Lübecker Nachrichten vom 21.04.2007 mit der Äußerung zitiert, künftig würden die Regionalschulen und die Gymnasien die Regelschulen und die Gemeinschaftsschule eine "Angebotsschule" sein. Die Eutiner SPD-Landtagsabgeordnete Regina Poersch stellt klar:
"Das ist nicht richtig. Es gibt keine Unterscheidung zwischen "Regelschulen" und "Angebotsschulen". Jede Schulart ist gleichwertig."
Nach dem neuen Schulgesetz wird es ab dem Schuljahr 2010/11 nur noch drei Schularten der Sekundarstufe I geben: Regionalschulen, Gemeinschaftsschulen und Gymnasien.

Eine Gemeinschaftsschule entsteht auf Antrag des Schulträgers durch die Umwandlung einer oder mehrerer bestehender Schulen. Das kann, muss aber nicht eine schon existierende Gesamtschule sein: Jede Schule kann Gemeinschaftsschule werden. Der Kreis hat die Aufgabe, mittels Kreisschulentwicklungsplänen die Schullandschaft zu koordinieren. Er hat keine Hoheit über die Art der Schule (mit Ausnahme von Schulen in seiner Trägerschaft).

Regina Poersch betont: "Ob eine Regional- oder eine Gemeinschaftsschule entsteht, liegt allein im Ermessen des Schulträgers."

In der Gemeinschaftsschule werden die Kinder grundsätzlich gemeinsam unterrichtet, wobei die Differenzierung in der Regel im Unterricht selbst stattfindet. Die Schule kann über Formen der nach Lerngruppen getrennten Differenzierung entscheiden. Gemeinschaftsschulen können mit einer Grundschule verbunden sein und bei entsprechender Größe eine gymnasiale Oberstufe haben. Damit kann an einer Gemeinschaftsschule der Hauptschulabschluss, der Realschulabschluss und das Abitur (nach 13 Jahren) gemacht werden.

Eine Unterscheidung wie in Süddeutschland in "Regelschulen" und "Angebotsschulen" gibt es nicht; jede Schulart ist gleichwertig.

Daraus ergibt sich beispielsweise für die Schülerbeförderung, dass diese für den Besuch der Grundschulen, der weiterführenden allgemein bildenden Schulen bis zum 10. Jahrgang und der Förderzentren zur Verfügung steht. Die Gemeinschaftsschule ist lediglich nicht "zuständige Schule" für die Schülerinnen und Schüler, die in ihrem Einzugsbereich leben.
Regina Poersch abschließend: "Damit sichern wir die Entscheidungsfreiheit der Eltern."

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